#68: Warum ich heute Trader bin – Das war mein Start
Shownotes
In dieser persönlichen Episode gewährt Tobias Heitkötter einen Einblick in seinen ungewöhnlichen Werdegang zum Börsenhändler.
Anstatt dem klassischen Weg über Studium und Beruf zu folgen, begann Tobias nach dem Abitur eine Ausbildung in einer Werbeagentur – „irgendwas mit Medien“. Schon früh stellte er fest, dass Effizienz in der klassischen Arbeitswelt nicht belohnt, sondern bestraft wurde: Wer schneller arbeitete, bekam „sinnlose“ Aufgaben wie das Reinigen von Maschinen.
Diese Erfahrungen waren für ihn ein Schlüsselmoment: Die Börse hingegen belohnt Effizienz und Eigenverantwortung. Kein „Absitzen“ von Stunden, keine Abhängigkeit von Vitamin B – sondern Leistung, die sich objektiv messen lässt. Besonders betont er die Freiheit, selbstbestimmt zu handeln, und den Vorteil, dass Ergebnisse an der Börse nicht subjektiv wie ein Designprojekt, sondern messbar und faktenbasiert sind.
Der Einstieg in den Börsenhandel bedeutete für Tobias eine bewusste Abkehr von konventionellen Karrierepfaden hin zu einem System, das er als fairer und leistungsorientierter empfindet – ein Umfeld, in dem er sich verwirklichen konnte.
Transkript anzeigen
00:00:00: Ja, hallo und herzlich Willkommen zu dieser neuen Episode des Podcasts "Aha-Erlebnisse
00:00:15: für deinen Börsen-Erfolg".
00:00:17: Mein Name ist Tobias Heitkötter von den Freiraumstrategen und diese Woche ist eine persönliche Folge,
00:00:23: denn ich möchte dir gerne von meinen Erlebnissen, von meinen Erfahrungen berichten, die mich
00:00:27: zum Börsenhandel geführt haben, die mich an die Börse gebracht haben.
00:00:32: Denn, ja, ich rede ja immer von über 20 Jahren Erfahrung und ich hoffe ein wenig, dass ich
00:00:38: nicht so alt aussehe, dass man denkt, ja, dort wird wahrscheinlich der klassische Werdegang
00:00:43: gewesen.
00:00:44: Seine Schule, Abitur, Studium, Berufserfahrung und dann irgendwann gewechselt in den Börsenhandel,
00:00:51: denn das war bei mir nicht so.
00:00:52: Ich habe tatsächlich recht schnell gemerkt, dass das, was ich bislang so gemacht habe oder
00:00:58: gemacht hatte, nicht das ist, was ich langfristig machen wollte.
00:01:03: Denn ja, Schule und Abitur habe ich auch, aber dann ging es halt weiter über eine Ausbildung
00:01:09: und ganz ehrlich gesagt, nach der Schule wusste ich überhaupt nicht, was ich machen sollte.
00:01:13: Und mit Beziehungen von meinem Bruder, ich habe zwei ältere Brüder und von dem mittleren
00:01:18: Bruder wenig dann in einer Werbeagentur gelandet, in einer Werbemedienagentur gelandet.
00:01:25: Denn das war zu dem Zeitpunkt Anfang der 2000er recht cool.
00:01:29: Ich weiß zwar nicht, was ich machen soll, aber so wie es dann damals hieß, IMM, irgendwas
00:01:34: mit Medien.
00:01:35: Und das war so die Zeit, wo das Webseiten-Design aufkam, wo wirklich eine Agentur nach der
00:01:41: nächsten kam.
00:01:42: Es waren so die goldenen Zeiten und nach jedem Auftrag hat man sich vorgestellt, dass man
00:01:45: mit Sekt und Champagner angestoßen hat, aber das war noch eine andere Zeit.
00:01:49: Und dementsprechend bin ich dann in der Medienbranche gelandet und habe in der Tat IMM irgendwas
00:01:53: mit Medien gemacht.
00:01:54: Das heißt, ich habe Medien-Designer gelernt, eine Ausbildung, die ich aufgrund des Abiturs
00:02:00: auch noch verkürzen konnte auf zwei Jahre.
00:02:02: Das heißt, ja, in der Tat waren es nur zwei Jahre, wo ich die Erfahrung als Arbeitnehmer
00:02:09: gemacht habe.
00:02:10: Und jetzt können wir natürlich auch sagen, so richtig Arbeitnehmer war ich ja nicht,
00:02:15: denn ich war ja Azubi, ich war Auszubildender.
00:02:17: Und ja, man könnte jetzt auch sagen, je nachdem aus welcher Generation du bist, Lehrjahre
00:02:23: sind keine Herrenjahre, nichtsdestotrotz möchte ich dir diese Erfahrung teilen, denn diese
00:02:27: zwei Jahre haben gereicht, um zu sagen, das ist nicht das, was ich machen möchte.
00:02:31: Denn, schau, Punkt Nummer eins war, wann immer ich mit meiner Aufgabe fertig war, bin ich
00:02:39: am Anfang noch zu meinem Chef und habe gesagt, ich bin fertig.
00:02:41: Und wann immer der nichts anderes dann mehr für mich hatte, dann hieß es super, dann
00:02:47: kannst du ja die Maschine putzen.
00:02:49: Wir hatten eine Digitaldruckmaschine, die war so groß wie ein ganzer Raum.
00:02:53: Das war zu dem Zeitpunkt einfach noch ein bisschen anders vor, wie gesagt, fast 25
00:02:58: Jahren jetzt.
00:02:59: Die war so groß wie ein ganzer Raum und da hieß es wirklich, ah, du bist fertig mit
00:03:02: deiner Aufgabe, super, dann haben wir bis 18 Uhr, zwei, drei Stunden, dann putzt doch
00:03:07: die Maschine, ist doch super, wenn die sauber ist.
00:03:10: Und wirklich, als Dank, dass ich effizient war, durfte ich dann die Maschine putzen.
00:03:18: Wirklich?
00:03:19: Ich meine, ich war am Anfang dann tatsächlich noch so blöd und bin dann zu meinem Chef
00:03:27: und habe gesagt, ich bin fertig, das hat der mir ja relativ schnell aberzogen.
00:03:32: Das heißt, das habe ich ein paar Mal gemacht und dann war ich doch nicht mehr so blöd
00:03:36: und habe gesagt, ich bin fertig, dann habe ich mir einfach mehr Zeit gelassen und hey,
00:03:41: es ist 25 Jahre später, aber wie viele Leute machen das, verständlicherweise, heute noch?
00:03:49: Weil dieses, dann machen wir irgendwas anderes, weil du musst noch ein, zwei Stunden hier
00:03:54: absitzen, das klingt effizient und das kann es doch nicht sein.
00:04:00: Ein guter Kollege von mir hat vor ein paar Wochen gekündigt und da ging es wirklich
00:04:06: darum, dass dann genau ausgerechnet wurde, wie viele Stunden er denn noch übrig hat.
00:04:12: Also, wie viel Urlaubstage hat er noch, was beträgt die Kündigungsfrist und dann halt
00:04:17: auch noch, wie viel Überzeit hast du und so weiter und so fort und dann kam raus, dass
00:04:22: er vor ein paar Wochen an einem Dienstag wirklich noch für zwei Stunden ins Büro musste,
00:04:28: weil das waren die zwei Stunden, die er quasi dann noch, ich sage es mal einfach, so abgesessen
00:04:32: hat, bevor er ging.
00:04:34: Wahnsinn, es kann doch nicht sein, dass Zeit das Einzige ist, woran man Leistung messen
00:04:44: kann.
00:04:45: Es ist mit Sicherheit das Einfachste, woran man Leistung messen kann, das verstehe ich
00:04:49: schon, aber nochmal, das klingt doch effizient und da wusste ich recht früh schon, das kann
00:04:55: es nicht sein.
00:04:56: Und jetzt mal kurz, der Link zum Börsenhandel, ich glaube, die aller allererste Folge von
00:05:02: diesem Podcast hieß, die Börse zahlt nicht nach Zeit einsatz und das ist erstmal das,
00:05:08: was ich total liebe, dass es eben nicht darum geht, dass ich noch eine gewisse Zeit absitzen
00:05:15: muss, dass ich für Effizienz bestraft werde, sondern hier ist es genau andersherum.
00:05:22: Eins, ich kann mir meine Zeit frei einteilen, Punkt zwei gibt es genug Statistiken darüber,
00:05:28: Effizienz wird hier noch belohnt, wenig Zeiteinsatz wird hier aus diversen Gründen von der Börse
00:05:35: sogar noch belohnt.
00:05:37: Ah, fantastisch.
00:05:39: Punkt zwei Beziehungen, Connections, Vitamin
00:06:09: auch das habe ich in meinen zwei Jahren in der Medienbranche kennengelernt. Klar, die Medienbranche war
00:05:53: oder ist auch nach wie vor nicht wirklich so messbar im Sinne von gute Qualität oder nicht. Auf
00:06:00: Vorträgen erzähle ich immer wieder, dass ich tatsächlich das Cover der Bravo Kuschelrock,
00:06:04: ich glaube, es war die Nummer 17 gestaltet habe, ich müsste noch mal nachschauen, habe ich gestaltet
00:06:09: und war aber ein ganz klarer Kundenauftrag. Also im Sinne von, der hat gesagt, hey, das muss
00:06:14: genau so aussehen, oben steht Bravo Kuschelrock, dann die Zahl 17, dann haben wir ein romantisches
00:06:19: Pärchen am Strand und dann stehen da entsprechend noch ein paar Künstler und deren Lieder. Das heißt,
00:06:25: so richtig viel Freiraum hatte ich da nicht, denn es war ein klarer Kundenauftrag und jetzt ist
00:06:32: das natürlich arg subjektiv, ob dir das Ganze gefällt oder nicht. Ja, das heißt, du kannst
00:06:38: jetzt das Cover anschauen und sagen, finde ich aber doof und du hast recht, du kannst das doof
00:06:43: finden. Das ist eine subjektive Geschichte, ob ich etwas schön finde oder nicht. Und das ist
00:06:47: im Börsenhandel aber nicht der Fall. Das heißt, während ich jetzt hier gerade spreche, kommt
00:06:51: eigentlich Top 3. Die 3 Gründe, die mich da hingeführt haben zum Börsenhandel, eben nicht nur 2,
00:06:55: sondern 3. Ich hätte gedacht, das sind nur 2. Aber 3, dieses Subjektive ist hier raus. Was ich immer
00:07:00: gerne sage, ist hier an der Börse, wer performt hat recht und muss sich nicht rechtfertigen,
00:07:05: denn hey, ein Gewinn ist ein Gewinn und eine stetig steigende Performance ist eine stetig steigende
00:07:10: Performance. Ob du das jetzt schön findest oder nicht, ist doch egal, denn wir haben es hier
00:07:14: schwarz auf weiß, dass es funktioniert. Ja, das habe ich in der Medienbranche nicht, aber jetzt
00:07:18: komme ich zu dem, was ich eigentlich sagen wollte. Top 3, diese Beziehungsgeschichte. Hey, wie häufig
00:07:24: habe ich das in diesen 2 Jahren mitbekommen, dass man doch nur Connections haben musste, um hier
00:07:30: entsprechend einen Auftrag zu bekommen. Ja, wir hatten einen bei uns in der Firma der Kante über
00:07:37: Umwege einen DJ. Und der hat zu dem Zeitpunkt, der war recht bekannt, und der hatte eine Single,
00:07:45: eine Maxi, ein Album nach dem nächsten rausgebracht und wir haben dann quasi die Cover gemacht
00:07:50: dafür. Beziehungsweise er hat die gestaltet. In erster Linie nur, weil er ihn kannte, in zweiter
00:07:56: Linie natürlich klar, muss das auch gute Arbeit sein. Aber dieses, ich muss Netzwerken,
00:08:02: ich muss auf Parties gehen, ich muss den kennen, ich muss den kennen. Nee, das sieht nicht so gut
00:08:06: aus in meinem Lebenslauf etc. Das habe ich ja alles nicht an der Börse. Und das finde ich so
00:08:12: erfrischend, weil ich finde da in dem Zusammenhang wirklich nichts langweiligeres, als dass ich in
00:08:17: meinem Netzwerk dafür sorgen muss, dass ich einen Job bekomme. Und auch hier, das ist das
00:08:24: schöne im Börsenhandel, das ist der Börse doch egal. Man hat ja auch schon mal gesagt, der Börse
00:08:28: ist egal, wie mein Lebenslauf aussieht. Der Börse ist egal, wie ich den noch so alles kenne. Es sind
00:08:33: nur ich und die Börse. Und so positiv das ist, ist das natürlich auch eine Herausforderung,
00:08:38: weil ich habe keinen mehr, den ich dann beschuldigen kann. Aber das ist ein anderes Thema. Das heißt,
00:08:42: diese Geschichte, und es waren wirklich zwei Jahre, die mich dazu gebracht haben, zu sagen,
00:08:46: das will ich alles nicht mehr. Und vielleicht braucht der ein oder andere etwas länger das zu
00:08:53: erkennen. Vielleicht ist der ein oder andere, der sagt, das ist genau meins. Hey, Zeit absitzen,
00:08:57: das ist mein, ich liebe es, weil ich liebe andere Sachen. In meinem Job ist ja völlig okay. Aber
00:09:02: schau, wie lange bist du jetzt vielleicht gerade an einem Punkt, wo du sagst, das mache ich jetzt
00:09:08: viel zu lange. Ich brauche da jetzt eine Veränderung und nimm das doch mal mit auf. Wie viel Zeit gibst
00:09:17: du jetzt dann aber auch deinem Prozess, deinem Lärmprozess im Börsenhandel? Weil was ich dir
00:09:23: auch mitgeben möchte hier, nicht nur die Punkte, die es bei mir waren und ich sage das einfach so,
00:09:28: meine persönliche Geschichte von den Gründen, wo ich mir gedacht habe, das kann es doch nicht sein
00:09:32: im Leben in der Arbeitswelt. Wahnsinn, sondern auch der Punkt, wie lange hast du gebraucht,
00:09:38: das zu erkennen und wie lange darf es jetzt aber auch dauern, dass der Börsenhandel für
00:09:46: dich funktioniert. Schmeiß doch dann auf der anderen Seite nicht nach ein, zwei, drei Monaten
00:09:51: hin, weil es natürlich am Anfang etwas ganz anderes ist, weil es ein Bereich ist, der komplett neu
00:09:57: ist, der all diese Punkte eben nicht beinhaltet. Wie schon gesagt, so positiv das ist, so herausfordernd
00:10:04: ist das auch. Gönnen dir doch da auch etwas Zeit, dass du dann genau dahin kommst, wo du willst,
00:10:11: zu den Punkten, die dich glücklich machen, zu den Punkten, die für dich passen. Bei mir war es auf
00:10:17: jeden Fall die freie Zeit-Einteilung und weg von Zeit als einzigen Zeitmesser. Bei mir war es dann
00:10:24: halt auch diese Subjektivität in der Beurteilung meiner Leistung und bei mir war es auch diese
00:10:32: ganze Vitamin B-Netzwerk-Geschichte. Ja, mit dem Chef kann ich, deswegen werde ich da eher
00:10:37: befördert, mit dem kann ich nicht, mit dem Kollegen habe ich ja alles nicht. Das waren
00:10:41: meine Gründe und da reichten wirklich bei mir, ich kann es nur aus der Erfahrung sagen oder aus
00:10:45: der Rückbetrachtung sagen, zwei Jahre, wo ich Mediendesign gelernt habe, ich habe danach nie
00:10:50: wieder in meinem Job gearbeitet, weil danach wurde ich ja zu diversen Gründen, habe ich auch schon
00:10:55: mal erzählt und kann ich gerne noch mal eine neue Folge draus machen, an die Börse geführt. Hey,
00:11:00: ich hoffe, du konntest einiges mitnehmen von meinem Bericht, von meiner Erfahrung hier für dich
00:11:05: und dein Trading oder vielleicht auch deinen zukünftigen Weg. Du weißt wie immer, wünsche ich
00:11:10: dir das Beste und wir hören uns nächste Woche zur nächsten Episode. Bis dahin, alles Gute, ciao, ciao.
00:11:20: [Musik]
Neuer Kommentar